Wassersport am Bodensee

11. Juli 2013

Der Bodensee ist mit 536 km² flächenmäßig der drittgrößte See Mitteleuropas und bietet jede Menge Möglichkeiten zum Wassersport. Segeln und Motorbootfahren sind neben Schwimmen und Surfen sehr beliebte Wassersport-Aktivitäten am Bodensee.

Segeln und Motorbootfahren

Um auf dem Bodensee Segeln oder nicht führerscheinfreie Motorboote führen zu dürfen, bedarf es einem entsprechenden Führerschein. Während für andere Binnengewässer der Sportbootführerschein Binnen ausreichend ist, wird für den Bodensee das Bodenseeschifferpatent vorausgesetzt. Dieses kann bei vielen Segelschulen erworben werden und später sogar zum Sportbootführerschein Binnen umgeschrieben werden.

Neben den führerscheinfreien Motorbooten können auch größere Segel- Motorboote (Yachten) bei vielen Chartern am Bodensee gemietet werden.

Schwimmen und Surfen

Auch für das Schwimmen im und um den Bodensee bieten sich vielfältige Möglichkeiten in Form von Strand-, Frei- und Hallenbädern. In jeder Gemeinde oder Stadt gibt es Möglichkeiten zum Baden. Viele Strandbäder sind dabei mit Liegewiese, Kiosk oder Restaurant sowie Spielplätzen und Kinderbecken ausgestattet.

Der Bodensee ist zum Surfen sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene geeignet. Fortgeschrittene Surfer kommen vor allen Dingen im Frühjahr und Herbst auf Ihre Kosten. Wer neu mit dem Surfen beginnen möchte, kann einen Surfkurs in einer der vielen Surfschulen rund um den See besuchen. Grundsätzlich ist das Surfen auf dem Bodensee nur in den gekennzeichneten Windsurfrevieren erlaubt.

Der Alpenrhein

30. Juni 2011

Der Rhein ist der wichtigste Zufluss des Bodensees. Oberhalb seines Zuflusses trägt er den Namen Alpenrhein und fließt in diesem Abschnitt durch das Rheintal. Der Tomasee nahe des Oberalppasses gilt als Quelle des Rheins. Der Fluss wir von hier ab als Vorderrhein bezeichnet. Der Hinterrhein hingegen entspringt unterhalb des Rheinwaldhornes in einem Hochtal. Der längste Quellast jedoch entspringt im Vorderrheingebiet auf dem Gebiet des Kantons Tessin in der Schweiz. Der Vorder- vereinigt sich mit dem Hinterrhein in der Nähe von Tamins-Reichenau und wird von hier bis zum Bodensee Alpenrhein genannt. Auf dieser Strecke fließt er auch durch das Rheintal. Es verläuft entlang den Grenzen der schweizer Kantonen St. Gallen und Graubünden, folgt darauf hin der Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und setzt sich weiter an der Grenze des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg fort.

Das Rheintal ist dicht besiedelt, besonders in seinem unteren Bereich ist die Bevölkerungsdichte sehr hoch. Die Besiedlung wurde speziell im Bereich des unteren Rheintals durch Begradigungen des Flusses gefördert. Zahlreiche Altarme lassen noch heute die vielen Mäander der Flusses erahnen. Im Allgemeinen ist das Wetter im Rheintal ähnlich dem im süddeutschen Raum. Eine Besonderheit ist ein oft tagelang anhaltender Nebel, der sowohl im Frühjahr als auch im Herbst auftritt. Eine weitere Besonderheit ist ein oftmals recht starker Föhn, der von Süden über den Hauptkamm der Alpen durch das Rheintal strömt und sogar die Hauptstadt des Feistaates Bayern, München, erreicht. Dieser Fallwind vertreibt bei seinem Auftreten das schlechte Wetter und sorgt für eine außerordentlich klare Sicht. Die im Rheintal herrschenden Temperaturen werden jedoch maßgeblich durch den Bodensee bestimmt.

Ehemals dominierte im Rheintal die Textilindustrie. Diese ist in der Gegenwart jedoch kaum noch vertreten. Ein prägender Wirtschaftszweig jedoch ist der Tourismus. Sowohl Winter- als auch Sommertourismus gewinnen zunehmend an Bedeutung. Von der Landesregierung des Bundeslandes Vorarlberg wurde im Jahre 2004 mit der “Vision Rheintal” ein neues interessantes Projekt initiiert. Mit diesem Projekt soll der Ist-Zustand der Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung analysiert werden, denn aus vormals fleckenförmigen Ansiedlungen hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte ein fast durchgängiges Siedlungsband entwickelt. Dieses Projekt klammert leider das auf der linken Seite gelegene schweizerische Gebiet des Rheintals aus.